Schulen

Ein Tag mit Emanuel beim Unterrichten

Emanuel macht ein Betheljahr in der "Schule am Schlepperweg".  Diese Einrichtung der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel fördert insbesondere die emotionale und soziale Entwicklung der Schüler. Emanuel gestaltet als Freiwilliger den Unterricht mit – eine spannende Herausforderung.

 

7:45

Mein Schultag startet mit einem Gespräch mit der Lehrerin, die ich begleite. Wir gehen kurz durch, in welche Gruppen unsere Klasse aufgeteilt wird und was sonst noch so ansteht. Anschließend habe ich noch ein wenig Zeit, Vokabeltests und Diktate der Schüler zu sichten.

 

8:00

Die ersten Schüler trudeln in der Klasse ein. Wie jeden Morgen sind einige der zwölf Schüler eher mäßig gut gelaunt, andere sprühen nur so vor Energie.

 

8:15

Der Unterricht beginnt mit einer Erzählrunde. Jeder Schüler darf, muss aber nicht, kurz erzählen, wie es ihm geht und wie er den letzten Nachmittag verbracht hat. Ganz vorne wieder mal dabei: das "Zocken". Vier Stunden vor der Playstation ist dabei gar nichts. Zum Schluss darf ich auch aus meinem spannenden Leben berichten.

Info Box

Tätigkeitsbereich "Schule / Förderschule"
Label / Titel: 
Typische Einsatzbereiche
Inhalt: 

Grund-, Haupt- und Gesamtschulen, Förderschulen, Bildungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche

Label / Titel: 
Was macht man da alles?
Inhalt: 

Zum Beispiel Begleitung und Betreuung der Schüler im Unterricht, Aufsicht in den Pausen, Übernahme von einzelnen Unterrichtseinheiten, Unterstützung des Hausmeisters, Begleitung auf Klassenausflügen

Label / Titel: 
Was sollte ich für diese Tätigkeit mitbringen?
Inhalt: 
  • Selbstbewusstsein
  • Fähigkeit, sich abzugrenzen
  • Geduld und Empathie (Einfühlungsvermögen)
  • Grundkenntnisse im Schulstoff
  • Spaß anderen Menschen Wissen zu vermitteln
Label / Titel: 
Was bringt mir das?
Inhalt: 

erste pädagogische Erfahrungen, Einblicke in Methoden der Unterrichtsgestaltung, Bestätigung für den weiteren beruflichen Werdegang, Einblicke in die Organisation von Schulen

8:30

Aufgrund meiner Englischkenntnisse, die ich während eines zehnmonatigen Auslandsaufenthaltes erworben habe, begleite ich den Englischunterricht. Da in unserer "Familienklasse" die Jahrgangsstufen 8 bis 12 unterrichtet werden, suche ich mir zuerst unsere drei Achter raus und gehe mit ihnen in den Nebenraum. Dort versuche ich die drei für das eher unbeliebte Fach Englisch zu motivieren. Etwas widerwillig machen sie ihre Aufgaben.

 

9:15

Ich picke mir die Zehntklässler heraus, die ich auf die Zentrale Abschlussprüfung vorbereiten soll. Die etwas älteren Schüler zeigen etwas mehr Motivation, da es für sie um den Hauptschulabschluss geht. Mit dem Gedanken, für das Bestehen der Schüler und somit für ihren Werdegang mitverantwortlich zu sein, muss ich mich erst anfreunden. Aber ich gebe mein Bestes und komme damit klar.

 

10:00

Pause! 15 Minuten spielen, 15 Minuten frühstücken. Die einen möchten Kickern, andere Basketball und Billard spielen. Blöd nur, dass ich nur eine der drei Stationen beaufsichtigen kann. Ich entscheide mich für den Tischfußball. Wir bilden Teams und los geht's. Diese Pause macht mir heute richtig Spaß. Alle verstehen sich, es gibt kaum Streit. Das Frühstück verläuft vergleichsweise ruhig. Die Schüler unterhalten sich, einige fachsimpeln über Videospiele.

 

10:30

Jetzt ist Fachunterricht – der wohl anstrengendste, aber auch interessanteste Teil des Vormittags. In den Kleingruppen werden Krisengebiete der Erde erforscht. Heute läuft es leider nicht so wie geplant. Martin, der schon beim Kickern gegen mich verloren hat, weigert sich zu arbeiten. Er stört die anderen und ist laut. Nach einer weiteren Ermahnung fordere ihn auf, eine Viertelstunde draußen verbringen. Diese Situation ist ziemlich unangenehm, da ich nicht gerne Schüler vor die Tür schicke. Manchmal allerdings ist es der einzige Weg, die Situation wieder zu beruhigen. Martin sieht das allerdings anders. Er wird frech und zerreißt sein Unterrichtsmaterial demonstrativ vor meinen Augen. Ich gebe mich unbeeindruckt und bestehe weiterhin darauf, dass der 15-Jährige den Raum verlässt. Nach einer erneuten Diskussion tut er dies auch, weigert sich allerdings nach den 15 Minuten wieder hereinzukommen. Die anderen Schüler sind nach dem Rauswurf allerdings entspannter und arbeiten auch für den Rest der Stunde mit. Für mich ist es wichtig, in solchen Situationen auch ohne die Hilfe der Lehrerin klar zu kommen, da die Schüler mich genauso respektieren sollten wie sie.

 

11:45

Eine kleinere Pause steht an. Martin, der erst beleidigt und sauer auf mich war, schafft es inzwischen wieder mit den anderen zu spielen und die Pause zu nutzen. Das ist für mich ein gutes Zeichen, da ich sehe, dass er meinen Umgang mit ihm respektiert.

 

12:00

Endspurt! Jetzt werden noch die Hausaufgaben der einzelnen Schüler aufgeschrieben und Punkte in unser Belohnungssystem eingetragen. Während dieser Zeit werden die Schüler wieder unruhiger und ich muss aufpassen, dass ich Konfliktsituationen schnell erkenne und auflöse.

 

12:30

Jetzt habe ich 45 Minuten Mittagspause. Die verbringe ich mit meinem Betheljahr-Kollegen in einer Bäckerei.

 

13:15

Den Nachmittag gestalte ich heute mit dem Hausmeister und dem zweiten Freiwilligen an der Schule. Verschiedene Aufgaben werden uns aufgetragen: Mülleimer leeren, Laub fegen oder den Basketballkorb reparieren. Diese Arbeit gehört nicht zu meinen Lieblingstätigkeiten, aber man hat Zeit sich auszutauschen und den Vormittag gemeinsam zu verarbeiten.

 

16:00

Feierabend! Ich mache noch die letzte Runde durch das Schulgebäude, schließe alles ab und mache mich dann auf den Weg nach Hause.

Protokoll: Jörn Polzin

 

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Deutschland
Homberg/Efze

Aufgaben der/des Freiwilligen: Mitarbeit im Ganztagsangebot und bei der Betreuung von Grundschulkindern

Deutschland
Gunzenhausen

Die Realschule Hensoltshöhe ist eine Realschule in freier Trägerschaft.

Aufgaben der/des Freiwilligen: Unterstützung im Sekretariat, Mitarbeit in der offenen Ganztagsbetreuung der Schüler

Freie Verpflegung in der Mittagsbetreuung, Unterkunft kann bei Bedarf gestellt werden, Fahrtkostenzuschuss möglich

Russland
Pskow

In Pskow gibt es durch eine Partnerschaft mit der ev. Kirchengemeinde Wassenberg ein Frühförderzentrum und einen integrativen Kindergarten. Auch die Schule ist inzwischen völlig – also über alle Klassen – fertig; die Kinder werden morgens gebracht und abends geholt.

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Nicaragua
Matagalpa

Die Grundschule Escuela Wuppertal hat 6 Klassen und eine Vorschule - es gibt 580 Schüler/innen im Alter von 4 Jahren bis 14 Jahren.
Der/die Freiwillige arbeitet im Unterreicht mit. Zu seinen/ihren Aufgaben gehören hauptsächlich die Mitorganisation von Sport- und Freizeitangeboten für die Kinder, die IT-Unterstützung der Direktorin,  sowie einfacher Englischunterricht (Anfängerniveau).

Der/die Freiwillige kann sich nach Absprache mit der Direktion auch eigene Unterrichtsunterrichtsstunden und Projekte überlegen.

Nicaragua

Das Colegio Bauista ist eine von der baptistischen Gemeinde gegründete private Grundschule mit zurzeit elf Klassen. Es gibt drei Vorschulklassen und die Klassen der Stufen 1 bis 6. Die Kinder sind 3-12 Jahre alt.

Der/die Freiwillige arbeitet im Unterricht (und organisiert die Schulferien mit). Außerdem plant er allgemein Dinge in den Réunionen mit. Der/ die Freiwillige unterstützt die Lehrerinnen in der Vorschule. Im Unterricht hilft er entweder den Lehrerinnen oder plant eigenständigen Unterricht.

Nicaragua
Matagalpa

Eine Grundschule für Kinder, die spezielle Lernbedürfnisse haben (neben geistiger, körperlicher und Sinnesbehinderung auch Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten oder Lernschwierigkeiten).

Der/die Freiwillige unterstützt die LehrerInnen im Unterricht und beschäftigt sich mit Kindern zwischen 4 und 18 Jahren. Außerdem kann er in Absprache eigene Unterrichtselemente übernehmen, wie z.B. Sport-, Mathe-, Spanisch-, oder auch Kunststunden

Paraguay
Ciudad del Este

Das Centro Abierto Santa Teresa arbeitet in dem Programm „Kompensierendes Bildungsangebot“ mit Kindern im Schulalter (6-13 Jahre). Das Programm legt den Fokus auf verschiedene Komponenten: gegenseitiger Wertschätzung, Sport, Artistik, Ernährung, Vertiefung der Sprach- und Mathematikkenntnisse, …

Uganda

Die Schule verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der die menschlichen Unterschiede respektiert, einen Rahmen für kooperative und zugewandte zwischenmenschliche Beziehungen bietet, Transparenz und Zuverlässigkeit vereint und die akademische, soziale und emotionale Entwicklung jedes einzelnen Schülers unterstützt.

Uganda

Freiwillige unterstützen die schulischen Lernziele durch begleitende Maßnahmen. Einsatzbereiche sind die Umwelt-AG, bei der durch Projekte im Bereich der Abfallvermeidung und Entsorgung für Umweltthemen sensibilisiert werden soll. Durch gemeinsame spielerische Aktivitäten und Gesprächskreise sollen Eigeninitiative und Kreativität gefördert werden.

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